Der ideale Arbeitsplatz: Büro oder lieber Home Office?

Büro oder Home Office?Wenn es um den Arbeitsplatz geht, scheiden sich die Geister bei Gründern: Sollte das Unternehmen lieber vom Home Office aus gegründet werden oder sollte von Anfang an ein externes Büro in Anspruch genommen werden? Einige Vor- und Nachteile dieser Lösungen liegen auf der Hand, andere sind schwieriger zu sehen. In diesem Beitrag beleuchten wir, für welche Unternehmen sich die Gründung im Home Office oder im externen Büro eignet.

Dabei sollte beachtet werden: Jeder Mensch ist anders und arbeitet folglich auch anders. Während manche Unternehmer lieber von zu Hause aus arbeiten, können sich andere nur in einem eigenen Büro voll auf die Arbeit konzentrieren. Es kommt also darauf an, was Ihnen am besten liegt. Dieser Beitrag soll lediglich eine Denkhilfe bieten und Vor- und Nachteile zeigen, die auf den ersten Blick nicht so offensichtlich sind.

Das Home Office: Arbeiten von zu Hause aus

Wer von zu Hause aus arbeiten kann, hat zahlreiche Vorteile im Alltag: Nicht nur das Pendeln zum Arbeitsplatz gehört der Vergangenheit an, auch die Gestaltung der Pausen gestaltet sich angenehmer. Wer eine Familie zu Hause hat, der wird schnell die Vorzüge der Heimarbeit für sich entdecken.

Andererseits kann es auch eine Belastung sein, im privaten Umfeld arbeiten zu müssen. Zwar arbeiten manche Menschen in einer gewohnten Umgebung wesentlich lieber und besser – andere Menschen bevorzugen hier jedoch eine strikte Trennung von Berufsleben und Privatleben. Insbesondere bei der Gründung eines Unternehmens, was zu Beginn sehr nervenaufreibend und zeitfressend sein kann, wird ein Home Office oft eher als Belastung empfunden.

Ein großer Vorteil beim Home Office: Es fallen keine zusätzlichen Kosten für Büroräume an. Wenn ein eigener Raum im Haus oder in der eigenen Wohnung nur für die Arbeit genutzt wird, so können hier sogar manche Kosten von der Steuer abgesetzt werden – ein Steuerberater kann hier bei der idealen Planung des Home Offices helfen.

Die Büroräume: Trennung zwischen Arbeit & privat

Die Trennung zwischen beruflichem Leben und privatem Zeitvertreib ist für viele Menschen, insbesondere für Gründer, nicht leicht: Die Digitalisierung und Globalisierung haben dazu geführt, dass auch Arbeitnehmer in manchen Berufen heute rund um die Uhr erreichbar sein müssen. Wer also die Möglichkeit hat, zumindest eine örtliche Trennung dieser beiden Bereiche vorzunehmen, der ist oftmals gewillt, diese Möglichkeit wahrzunehmen.

Dabei hat ein Büro durchaus Vorteile: In diesen Räumlichkeiten kann sich der Gründer oder Unternehmer vollkommen auf die Arbeit konzentrieren, ohne von privaten Verpflichtungen abgelenkt zu werden. Auch das Empfangen von Kunden ist in Büroräumen wesentlich einfacher und seriöser als im Home Office. Wenn das Unternehmen wächst, dann wird im Home Office auch die Unterbringung der Mitarbeiter ein Problem: Spätestens hier sollte dann über eine Auslagerung in externe Büroräume nachgedacht werden.

Ein externes Büro hat jedoch auch Nachteile. Insbesondere die Kosten für Büroräume fressen bei der Gründung eines Unternehmens Kapital, das lieber in andere Dinge investiert werden sollte. Wer von Anfang an mit dem Anmieten von Büroräumlichkeiten kalkuliert, sollte ebenfalls einen Puffer für Mehraufwendungen mit einplanen.

Fazit: Es kommt auf die eigene Situation an

In der Praxis kommt die Wahl des idealen Arbeitsplatzes vor allem auf die individuelle Situation während der Gründung an, insbesondere auf die finanzielle Lage des frischen Unternehmens. Wer hier von Anfang an auf Professionalität setzt und über externes Kapital finanziert wird, kann sich den Luxus eines Büros oftmals direkt leisten. Wer langsam aber nachhaltiger gründen möchte, der kann ruhigen Gewissens von zu Hause aus starten und die Kosten für ein Büro in die Kerntätigkeiten des Unternehmens stecken.

Mittlerweile gibt es jedoch auch zahlreiche Angebote für Gründer, die externe Büroräume bezahlbar machen: Sogenannte Coworking Spaces werden in größeren Städten oder Universitätsstädten immer beliebter. Hier teilen sich mehrere Gründer und Unternehmer Büroräume, sodass die Kosten pro Mieter sinken – dennoch muss man hier nicht auf die professionelle Atmosphäre eines Büros und die Trennung zwischen Beruflichem und Privatem verzichten.

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